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Verkostung von Olivenöl
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Die meisten Menschen haben Olivenöl nie wirklich verkostet — sie haben nur damit gekocht. Dabei ist ein großes natives Olivenöl extra so komplex wie ein feiner Wein, und es zu verkosten zu lernen dauert etwa fünf Minuten. Tun Sie es einmal, und Sie sehen eine Supermarktflasche nie wieder mit denselben Augen. Hier steht, wie es die Profis machen, was die Aromen bedeuten und wie man ein Etikett entschlüsselt.

Golden-green extra virgin olive oil
Golden-green extra virgin olive oil · Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Die drei guten Dinge: fruchtig, bitter, scharf

Offizielle Verkoster erkennen in einem nativen Öl extra nur drei positive Eigenschaften — und überraschenderweise klingen zwei davon wie Fehler:

Bitterkeit und Schärfe sind keine zu duldenden Fehler; sie sind die Kennzeichen eines jungen, gut gemachten, polyphenolreichen Öls. Fad ist nicht besser.

Verkosten, Schritt für Schritt

  1. Gießen Sie eine kleine Menge in ein kleines Glas (Verkoster nehmen blaues Glas, damit die Farbe sie nicht beeinflusst — die Farbe sagt nichts über Qualität aus).
  2. Umschließen Sie das Glas mit einer Hand und decken Sie es mit der anderen ab, um es sanft auf Körpertemperatur zu erwärmen.
  3. Riechen Sie tief — Gras, Tomate, Mandel, Apfel, grüne Banane?
  4. Nippen Sie ein wenig, ziehen Sie dann durch gespitzte Lippen Luft über das Öl („strippaggio“), um das Aroma über den Gaumen zu verteilen.
  5. Achten Sie auf die Abfolge: zuerst Frucht, dann Bitterkeit auf der Zunge, dann der scharfe Kick im Hals beim Schlucken.

Die Fehler, die man erkennt

Geschulte Panels prüfen auch auf Fehler, von denen jeder ein Öl von „nativ extra“ ausschließt:

Das Etikett lesen

In der Villa

Eine geführte Olivenöl-Verkostung — eine feurige Picual mit einer sanften Arbequina zu vergleichen, pur und auf warmem Brot — gehört zum Einprägsamsten, was man in der Nähe von Cortijo Bujio tun kann. (Siehe Olivenöl rund um Montefrío.)

Häufig gestellte Fragen

Warum lässt mich gutes Olivenöl husten? Dieses pfeffrige Hals-Kratzen kommt von Oleocanthal und anderen Polyphenolen — den Antioxidantien, die das Öl zugleich geschmackvoll und gesund machen. Ein Öl, das zum Husten reizt, ist ein Zeichen von Frische und Qualität, kein Fehler.

Sind Bitterkeit und Schärfe schlecht? Nein — sie sind zwei der drei offiziellen positiven Eigenschaften nativen Olivenöls extra, neben der Fruchtigkeit. Sie deuten auf ein junges, gut gemachtes, antioxidantienreiches Öl hin.

Sagt mir die Farbe etwas? Nein. Professionelle Verkoster nutzen gefärbte Gläser genau deshalb, damit die Farbe sie nicht in die Irre führt. Ob grün oder golden — Farbe ist kein Maß für Qualität.

Worauf sollte ich auf dem Etikett achten? „Nativ extra“, ein jüngstes Erntedatum, die Olivensorte, eine benannte Herkunft oder DOP und dunkles Glas oder Blech, um das Öl vor Licht zu schützen.


Cortijo Bujio ist der perfekte Ausgangspunkt für eine Olivenöl-Verkostung. Lesen Sie weiter: Die großen Olivensorten, Wie Olivenöl gemacht wird und Olivenöl & Gesundheit.

Quellen: organoleptische Methode des International Olive Council; UC Davis Olive Center; zu Oleocanthal und Schärfe.