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Maurisches Kunsthandwerk
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Die Alhambra kam nicht aus dem Nichts. Hinter ihren Fliesen und geschnitzten Decken standen Generationen von Handwerkern — Töpfer, Holzarbeiter, Weber — und, bemerkenswert, einige dieser Handwerke werden in Granada bis heute ausgeübt, in denselben Vierteln, mit denselben Techniken, sieben Jahrhunderte später. Für einen Reisenden, der etwas wirklich von diesem Ort mit nach Hause nehmen möchte, sind die Werkstätten und Basare Granadas ein Schatz — und ein leichter Ausflug von Cortijo Bujio.

Moorish geometric tilework at the Alhambra
Moorish geometric tilework at the Alhambra · Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Fajalauza: Granadas blau-grüne Töpferei

Das erkennbarste Handwerk Granadas ist die Fajalauza-Keramik — glasiertes Steingut, blau und grün auf weißem oder grauem Grund bemalt, verziert mit Vögeln, Granatäpfeln und fließenden Blumenmotiven, deren Wurzeln direkt auf das nasridische Design zurückreichen. Sie hat ihren Namen vom Fajalauza-Tor im Albaicín, dem alten Töpferviertel, wo Werkstätten seit dem frühen 16. Jahrhundert Teller, Krüge, Schalen und Fliesen hervorbringen — und wo man sie heute noch kaufen kann. Eine Fajalauza-Schale auf Ihrem Tisch zu Hause ist ein direkter Nachfahre der Keramik, die Al-Andalus schmückte. (Siehe unseren Guide zum Olivenöl — eine Fajalauza-Ölkanne ist der perfekte Begleiter.)

Taracea: die Einlegearbeit der Alhambra

Das andere große Handwerk Granadas ist die taracea — kunstvolle Einlegearbeit (Intarsie), bei der winzige Stücke kontrastierender Hölzer, Perlmutt, Knochen und Silber in geometrische Sternmuster eingelegt werden, um Schachteln, Schachbretter, Tische und Tabletts zu verzieren. Die Technik ist nasridisch, die Muster spiegeln die Geometrie der Holzarbeiten der Alhambra selbst, und selbst das Wort verrät seinen Ursprung: taracea kommt vom arabischen tarsi', „Einlegearbeit“. Einem Handwerker zuzusehen, wie er ein Mosaik aus haarfeinen Splittern zu einem perfekten achtzackigen Stern zusammensetzt, heißt, eine tausend Jahre alte Kunst zu erleben, die noch sehr lebendig ist. Eine kleine Taracea-Schachtel ist eines der feinsten Andenken, die Granada bietet.

Wo man sie findet

Gut kaufen

Wie in jedem Handwerkszentrum reicht die Qualität von echter Handarbeit bis zu billigen Importen. Achten Sie auf Stücke aus lokalen Werkstätten; fragen Sie den Verkäufer, wo und wie ein Stück gefertigt wurde; und denken Sie daran, dass ein echter Fajalauza-Teller oder eine Taracea-Schachtel, gekauft von den Menschen, die sie gemacht haben, eine Geschichte trägt, die kein massengefertigtes Souvenir hat. Es sind Objekte mit Wurzeln — die Alltagskunst von Al-Andalus, die noch immer gemacht wird.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Fajalauza? Granadas traditionelle glasierte Töpferei, blau und grün auf Weiß bemalt, mit Vögeln und Blumenmotiven nasridischer Inspiration, seit dem 16. Jahrhundert im Töpferviertel des Albaicín gefertigt.

Was ist Taracea? Granada-Einlegearbeit — geometrische Intarsie aus Holz, Perlmutt, Knochen und Silber in Schachteln, Schachbrettern und Tischen, ein nasridisches Handwerk, das bis heute ausgeübt wird. Das Wort kommt aus dem Arabischen für „Einlegearbeit“.

Wo kann ich authentisches Granada-Kunsthandwerk kaufen? Im Albaicín (für Fajalauza) und im Alcaicería-Basar im Zentrum Granadas (für Taracea, Keramik und Textilien). Achten Sie auf echte lokale Handarbeit.

Wie weit ist Granada von Cortijo Bujio entfernt? Etwa 45 Minuten — ein leichter Ausflug, idealerweise mit der Alhambra und der Altstadt verbunden.


Cortijo Bujio ist 45 Minuten von den Werkstätten Granadas entfernt. Lesen Sie weiter über Granada & die Alhambra, die Alpujarras und Flamenco & den Sacromonte.

Quellen: Turismo de Granada (Kunsthandwerk); Granada City Tour und Hammam Al Ándalus zu Fajalauza und Taracea; Wikipedia, „Alcaicería of Granada“.